Willst du ein Bonobo sein?
Was wir von Bonobos über Verbindung und Stress lernen können
Manchmal stoße ich auf Aussagen, die mich nicht mehr loslassen.
Eine davon lautet:
„Bonobos haben kaum Hierarchien. Und wenn sie Stress haben, suchen sie Nähe.“
Im ersten Moment klingt das ungewöhnlich.
Vielleicht sogar naiv.
In einer Welt, in der Stress oft Rückzug, Härte oder Distanz erzeugt, wirkt dieses Verhalten fast fremd.
Und gleichzeitig berührt es etwas sehr Ursprüngliches in uns.
Doch je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir:
Darin steckt eine wichtige Wahrheit für uns Menschen.
Denn innere Ruhe und emotionale Stärke entwickeln bedeutet ja nicht, keine Probleme zu haben. Sie bedeuten, einen bewussten Umgang mit unseren Emotionen zu entwickeln.
Übrigens:
Bonobos sind genetisch zu rund 98% mit uns Menschen verwandt.
Wie wir Menschen mit Stress und Emotionen umgehen
Wenn wir unter Druck stehen, reagiert unser Körper schneller, als wir denken.
Viele Menschen erleben dann:
- Gereiztheit
- Rückzug
- Rechtfertigung
- innere Distanz
- emotionale Erschöpfung
Vielleicht kennst du das aus deinem Alltag.
Du bist müde.
Überfordert.
Innerlich angespannt.
Und plötzlich sagst oder tust du Dinge, die du später bereust.
Das geschieht nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil dein Nervensystem im Alarmmodus ist.
Was wir von Bonobos über emotionale Selbstregulation lernen
Bonobos regulieren Stress über Verbindung.
Sie bleiben im Kontakt.
Sie suchen Nähe.
Sie bauen Spannungen gemeinsam ab.
Weder durch Macht –
noch durch Dominanz –
sondern durch Beziehung.
Das führt zu:
- weniger Eskalationen
- mehr Stabilität
- mehr Vertrauen
Sie zeigen uns:
Emotionale Selbstregulation entsteht durch Verbindung – nicht durch Unterdrückung.
Warum Verbindung wichtiger ist als Rechthaben
In Konflikten wollen wir oft gewinnen.
Wir wollen erklären.
Recht behalten.
Uns verteidigen.
Doch innerlich sehnen wir uns nach etwas anderem:
- Gesehen werden.
- Verstanden werden.
- Angenommen werden.
Wenn Verbindung fehlt, entstehen Mauern.
Wenn Verbindung da ist, entsteht Sicherheit.
Innere Ruhe beginnt dort, wo Beziehung wichtiger wird als Ego.
Drei praktische Impulse für mehr innere Ruhe im Alltag
Du musst niemanden umarmen, wenn du gestresst bist 😉
Doch du kannst lernen, bewusster mit deinen Emotionen umzugehen.
Hier drei einfache Impulse aus meiner Praxis.
1. Erst fühlen, dann handeln
Wenn du merkst, dass dich etwas triggert, halte kurz inne.
Frage dich:
„Was spüre ich gerade wirklich?“
Nicht im Kopf sondern im Körper.
Anspannung?
Unruhe?
Traurigkeit?
Angst?
Was du wahrnimmst, muss dich nicht steuern.
Doch es will gesehen werden.
2. Verbindung vor Rechthaben
Stell dir in schwierigen Momenten diese Frage:
„Was ist mir gerade wichtiger – Recht oder Beziehung?“
Diese Frage verändert Gespräche.
Sie öffnet Räume.
Sie entschärft Konflikte.
Sie schafft Nähe.
3. Emotionale Ehrlichkeit leben
Statt Vorwürfen:
❌ „Du hörst mir nie zu.“
Versuche:
✅ „Ich fühle mich gerade nicht gehört.“
Das braucht Mut.
Und es schafft echte Verbindung.
Genau daraus entsteht emotionale Stärke.
Die feely-Methode: Emotionale Stärke bewusst entwickeln
In meiner Arbeit nenne ich diesen Prozess Feelysierung.
Er besteht aus drei Schritten:
Fühlen → Verstehen → Handeln
Nicht verdrängen.
Nicht explodieren.
Nicht funktionieren.
Sondern bewusst mit dir selbst umgehen.
Dieser Weg führt dich zurück in Kontakt mit dir selbst.
Das ist moderne Selbstführung.
Wie du innere Balance und mentale Stärke aufbaust
Wenn du lernst, mit deinen Emotionen in Kontakt zu sein:
- wirst du gelassener
- wirst du klarer
- triffst du bessere Entscheidungen
- fühlst du dich weniger ausgeliefert
- entwickelst du mehr Selbstvertrauen
Innere Balance entsteht nicht durch Perfektion.
Sie entsteht durch Selbstannahme.
Durch ehrliches Hinschauen.
Und durch liebevollen Umgang mit dir selbst.
Häufige Fragen zur emotionalen Stärke
Was bedeutet emotionale Selbstregulation?
Emotionale Selbstregulation bedeutet, Gefühle bewusst wahrzunehmen, zu verstehen und konstruktiv damit umzugehen, statt impulsiv zu reagieren.
Wie kann ich innere Ruhe im Alltag entwickeln?
Durch Selbstreflexion, bewusste Pausen, ehrliche Kommunikation (mit dir und anderen) und einen achtsamen Umgang mit deinen Bedürfnissen.
Kann Coaching bei emotionalem Stress helfen?
Ja. Mental- und Emotionstraining hilft, alte Muster zu erkennen und neue Wege im Umgang mit Stress zu entwickeln.
Dein Weg zu mehr Klarheit und Lebensfreude
Wir müssen keine Bonobos werden.
Jedoch dürfen wir lernen, wieder mehr in Verbindung zu gehen –
mit uns selbst und mit anderen.
Denn innerer Frieden entsteht nicht durch Kontrolle.
Er entsteht durch Verständnis.
Wenn du spürst, dass du dich emotional besser verstehen, stärken und ausrichten möchtest, begleite ich dich gerne dabei.
👉 Melde dich gerne für ein kostenloses Erstgespräch.
Vielleicht beginnt genau hier ein neuer Umgang mit dir selbst.
Auch beim Thema Loslassen zeigt sich, wie wichtig emotionaler Kontakt zu sich selbst ist.
